Der Unterschied zwischen einem Christ und einem Christ

Was macht einen Christen aus und woran kann ein echter Christ erkannt werden? Wer definiert überhaupt den Massstab eines Christen? Für Moslems z.B. sind alle Menschen im Westen Christen. Auch im deutschsprachigen Raum bezeichnet sich die Mehrheit als Christen.

Das Wort „Christ“ leitet sich von „Christus“ ab und bedeutet „Christus ähnlich“. Hier haben wir also zugleich die Person, die das Wort „Christ“ definiert und den Massstab, welcher dahinter steckt.

Man kann unmöglich als Christ geboren oder getauft (sprich Kindertaufe) werden. Auch kann weder eine Kirchenzugehörigkeit noch religiöse Praktik einen Menschen zu einem Christen machen. Eine bewusste Umkehr zu Gott ist nötig. Viele Menschen lassen sich dadurch betrügen und meinen, das ewige Heil durch Zugehörigkeit einer Kirche oder anhand gewisser Werken erlangen zu können. Christus hat uns einen anderen Weg in der Bibel aufgezeigt:

Ein echter Christ hat erkannt, dass er Vergebung von seinen Sünden braucht und zu Gott umkehren muss. Er hat also Vergebung von Jesus Christus empfangen und ihn als seinen Herrn und Erlöser angenommen. Dazu hat er sich im Wasser taufen lassen (untertauchen). Jesus nennt diese Umkehr „von Neuem geboren“. Erst jetzt kann er ein Kind Gottes werden und erst jetzt kann er Christus ähnlich werden.

Die Erfüllung mit dem Heiligen Geist und das Wort Gottes machen die Veränderung möglich. Ein überzeugter Christ lebt nach den Weisungen der Bibel und lebt in Gemeinschaft mit Gott und anderen Christen. Er unterscheidet sich von den sogenannten ‚Papier-Christen‘ in erster Linie durch sein Verhalten. Menschen, die nicht von Neuem geboren sind, können keinen christlichen Lebensstil führen. Durch ihre eigene Anstrengung stossen sie sehr schnell an die Grenzen ihrer Nächstenliebe, des Friedens, der Freude und der Kraft. Auch können sie den Versuchungen und Stürmen des Lebens nicht wirklich widerstehen.

Hingegen lebt ein wiedergeborener Christ aus der Fülle Gottes, kann diejenigen lieben, die ihn hassen, kann denen Gutes tun, die ihm schaden, kann den Frieden und die Freude auch in widrigen Umständen bewahren. Er ist ein siegreicher Überwinder, kann den Versuchungen widerstehen, in Stürmen standhaft bleiben und das Unmögliche wagen – dies alles durch die Kraft Jesu Christi. Er spricht über das Wort Gottes und lebt auch danach. Er erlebt die Fürsorge, den Schutz und die Hilfe, die Gott in seinem Wort versprochen hat. Er hat ein erfülltes Leben – er weiss, woher er kommt, weshalb er hier ist und wohin er geht.

Ein echter Christ ist bereit, das Evangelium von Jesus Christus anderen Menschen weiter zu sagen. Denn genau das hat Jesus seinen Jüngern und denen, die an ihn glauben, aufgetragen. Und weil es Gott nicht egal war, dass die Menschheit durch ihre Sünden ewig verloren geht, hat er seinen Sohn in die Welt gesandt, um uns zu erlösen. Und weil ein echter Christ die rettende Kraft von Jesus Christus in seinem Leben erfahren hat und es ihm ebenfalls bewusst wurde, dass seine Mitmenschen für ewig verloren gehen, wenn sie nicht an Jesus Christus glauben, verkündigt er das Evangelium von Jesus Christus.

Es mag komisch klingen, doch der Unterschied zwischen einem Papier-Christen und einem echten Christen liegt in der Beziehung zu Jesus Christus!

8 Gedanken zu “Der Unterschied zwischen einem Christ und einem Christ

  1. Ach ja, das ist ja ganz herrlich, ein solcher Christ ist ja geradezu unverletzlich, das müssen ja Helden sein. Sorry für meinen Sarkasmus, aber das ist leicht unglaubwürdig. Und auch ziehmlich arrogant Menschen gegenüber, die wirklich in absoluter Armut, Verfolgung, Misshandlung leben müssen. Des weiteren empfinde ich hier die Bedeutung der Taufe sehr heruntergespielt. Das ist sehr gefährlich, denke ich, denn auch Jesus war Gott und Mensch- Fleisch und Geist, wenn man so will. Beides ist wichtig, denke ich. Tschöö, vielleicht bis wann anders mal…

  2. tbruder,
    Du hast ganz recht mit Deiner Definition von einem wahren Christen, der seine Wiedergeburt durch den Empfang des Heiligen Geistes erlebt und erfahren hat, und einem,
    der von einem selbstberufenen Amtsanmaßenden Menschen, zu einem Taufscheinchristen und Modechristen gemacht wurde.
    Christus hat uns alle von denen gewarnt, die sich die niedergeschriebenen Bibelzitat, gleich einem Schafsfell über ihre alte und nichtwiedergeborene Wolfsnatur geworfen haben um vo ndem Fleisch und seinem Gewinn zu leben.
    Folge ruhig weiter dem inneren Geist und dem inneren Licht Gottes, denn Christus hat uns nicht zu Dummschwätzerischen Meinungen berufen, sondern zu dem Heiligen Geist, dem Geist der Wahrheit und Gewissheit.
    Wer in dem geistigen Licht Gottes lebt, wird niemals eine Sünde noch Irrtum, als Wahrheit bezeichnen.

  3. Nun, da bist du ja in guter Gesellschaft. Das ist genau, was ich nicht will: Urteilen, was richtige und falsche Christen sind. Tschöö.

    • Du hast recht Mailin, das möchte ich auch nicht, würde ich mir auch nicht getrauen. Wir müssen auch nicht urteilen, denn Jesus Christus hat bereits ‚geurteilt‘, wer ein echter Christ ist und wer es nicht ist.

      Und wenn ‚gerettet‘ und ‚ewig verloren‘ nicht von diesem Unterschied abhängen würden, könnte schlussendlich jeder seinen Glauben so zusammenstellen, wie es ihm passt – die einen etwas konsequenter, die anderen etwas lockerer. Doch beim Christsein geht es nicht um eine Weltanschauung oder einem religiösen Label. Es geht darum, die Gewissheit des ewigen Lebens in sich zu haben und in einer lebendigen Beziehung zu Jesus Christus zu leben. Davon zeugt auch die Bibel.

  4. Nun ja, ich denke, dass Gott für jeden seinen Plan zusammengestellt hat und wir in IHM wachsen müssen. Der Anfang des Weges ist vielfältig, das Ende ist eines: Das Reich Gottes (sogfern man mit Gott wandelt). Ich denke, es ist schwer zu ermessen, wie sehr jemand mit Gott geht- man kann es auch kaum an seinen Äußerungen, Werken etc. erkennen, weil man nicht weiß, aus welchem Graben er gekommen ist. Man ist nicht gleich verloren, weil man Sünder ist. Auch eine pluralistische Religion, die zu Jesus führt, kann einen Sünder erretten. Sonst hätten ja nur Pfarrerskinder die Chance… Es geht wohl nicht um den rechten Glauben, sondern um Jesus.

  5. PS: Wochenspruch von heute passt da sehr gut:
    „Darum ließ Gott das Volk einen Umweg machen und führte es durch die Wüste zum Schilfmeer.“ (2. Mose, 13.18)

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