Auf welchen Wegen kann Gotteserkenntnis gewonnen werden? Wo können wir Gott persönlich finden und begegnen? Sind gewisse Richtlinien vorgegeben oder „offenbart“ sich das Wesen Gottes in beliebigen, sichtbaren sowie unsichtbaren Elementen?
Verwendet werden in diesem Zusammenhang häufig Begriffe wie Gotteserkenntnis und Gotteserfahrung. Eine Gotteserkenntnis im säkularen Sprachgebrauch meint die Erkennbarkeit der Existenz Gottes, gestützt auf der Vernunft. Anders definiert sich die Gotteserfahrung dadurch, dass nebst der Vernunfterkenntnis auch noch die Wahrnehmungs-Erkenntnis eine zentrale Rolle spielt.
Dass Gott grösser als unser Verstand ist, leuchtet ein, sobald sich der Mensch der Komplexität des Universums bewusst wird. Schnell wird er an die Grenze seiner Vernunft stossen. Es ist also unmöglich, Gott mit blosser Vernunft erkennen zu wollen. Diese Art führt letztendlich in eine Sackgasse des Frustes. Menschen, die ihren Glauben auf der Vernunft aufbauen, werden in ihrem Leben niemals die Erfahrung mit einem übernatürlichen Gott machen können.
Die Realität des Übernatürlichen wird durch die zahlreichen Religionen und esoterischen Bewegungen bekräftigt. Dinge, die unseren Verstand übersteigen, haben entweder eine für unseren Verstand zu hohe Komplexität oder sie entspringen tatsächlich aus dem Übernatürlichen. Das Übernatürliche bezeichnet keinen Hokuspokus, sondern definiert die unsichtbare Welt um uns herum. Wichtig ist nur zu unterscheiden, von welcher Quelle es jeweils entspringt. Denn nicht nur Gott ist übernatürlicher Natur, sondern auch Satan und seine Dämonen.
Durch die Sünde ist der Mensch unfähig, Gott von sich selbst aus zu erkennen. Durch den Einfluss Satans auf die Menschheit wird sein Gottesbild verzerrt. Genau so sind auch die Religionen entstanden. Man versucht zwar, Gotteserkenntnis zu erlangen und durch Gotteserfahrungen die Beziehung zu ihm aufzubauen. Doch Gott können wir ausschliesslich durch zwei Quellen kennen lernen: durch die Bibel und durch Jesus Christus. Gott musste sich selbst durch seine Propheten in seinem Wort offenbaren, um uns ein richtiges Bild zu vermitteln. Jesus Christus kam dazu in diese Welt, um uns den wahren Gott zu offenbaren: „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.“ (Johannes 14,9) Wenn wir Gott in der Bibel und bei Jesus Christus suchen, werden wir unweigerlich auf den himmlischen Vater, dem Schöpfer des Himmels und der Erde stossen.
Durchaus kann die Begegnung mit einem übernatürlichen Gott zu übernatürlichen Ereignissen im Leben führen. Stammen diese Begegnungen von Gott, werden sie immer und ohne Ausnahme mit der Bibel harmonieren. So wie die Bibel uns warnt, Gott in anderen Religionen zu suchen, warnt sie uns auch vor einer Gottessuche im übernatürlichen Bereich, unabhängig von den Richtlinien der Bibel und Jesus Christus. Jegliche sogenannte Gotteserfahrungen, die nicht mit der Bibel übereinstimmen, entspringen aus dem Okkultismus und sind bösartig, da sie von Satan stammen.
Grundlegend im Bezug auf die Begegnung mit Gott ist folgendes: Wir müssen mit einem demütigen und bussfertigen Herzen nach ihm suchen, denn „Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade“ (Jakobus 4,6) Es bringt nichts, Gott auf die Waage zu stellen, um dann über ihn zu ‚urteilen‘, sondern wenn wir uns von ganzem Herzen nach ihm ausstrecken und ihn in seinem Wort und durch Jesus Christus suchen, werden wir ihn finden und erkennen.