Unsere westliche Kultur hält mittlerweile doch recht viel von sich: Durch sein ausgereiftes, hochentwickeltes Denken sieht sich der humanistische, aufgeklärte und selbstdenkende Mensch im Zentrum des Geschehens. Nicht so das Universum, auch nicht unsere Galaxie, in der wir wohnen. Für sie steht jemand anders im Zentrum…
Die Nadel im Heuhaufen

Betrachtet man unsere Galaxie, würde vermutlich manch einer vermuten, dass wir irgendwo im Zentrum liegen müssten. Nein, wir leben zwischen ein paar Spiralarmen in einer freien Zone, etwa zwei Drittel vom Zentrum entfernt (weisse Punkt). Der Durchmesser unserer Galaxie beträgt ca. 100’000 Lichtjahre.
Im Vergleich zur Milchstrasse ist die Grösse unseres Sonnensystems ein 20 Rappenstück, der irgendwo auf dem nordamerikanischen Planeten liegt.

Es geht nicht darum, uns dazu zu bringen, dass wir uns klein fühlen sollen. Vielmehr sollten wir erkennen, dass wir klein sind!
Wenn ich anschaue deinen Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast: Was ist der Mensch, dass du sein gedenkst, und des Menschen Sohn, dass du dich um ihn kümmerst? (Psalm 8,4-5)
Explosives Spektakel

150 Millionen Kilometer von der Erde entfernt erfreut uns die Sonne mit ihrem Licht und ihrer Wärme. Doch was uns so hell und wohl erscheint, ist in Wirklichkeit eine äusserst hitzige Angelegenheit. Als ein riesig wütender Feuerball gleicht sie Milliarden von Atombomben, die jede Sekunde explodieren. Sie verbreitet Licht mit einer Geschwindigkeit von 300’000 km pro Sekunde. Ein Lichtstrahl benötigt von der Sonne bloss 8 Minuten, um bis er auf unsere Haut gelangt. Man bedenke, dass laut der Bibel sogar die Sonne durch den Mund Gottes entsprang. Was für ein enormer Gott!

Es benötigt das Bruttosozialprodukt (BSP) der USA während 7 Millionen Jahren, nur um die Sonne für eine Sekunde zu heizen. Ein wirklicher Energie-Gigant, und doch ist sie bloss eine der Milliarden Sterne in unserer Unterabteilung, genannt Milchstrasse, welche wiederum eine Unterabteilung unter Milliarden weiterer Unterabteilungen im bisher bekannten Weltall ausmacht. Wie kann der Mensch bloss so viel von sich halten, dass er behauptet, es gäbe keinen Gott da draussen?
Und doch, trotz all den unzähligen Sternen und Galaxien hat Gott den Überblick nicht verloren. Er hat unseren Planeten nicht vergessen. Nicht nur kennt er alle Sterne mit Namen, er kennt auch jeden einzelnen Menschen – und zwar so gut, dass er nebenbei noch unsere Haare auf dem Kopf gezählt hat!