Eine heikle aber grundlegende Frage, die vor allem in moderner Zeit häufig Disputationen hervorruft. Heisses Eisen also. Nicht zuletzt durch den Humanismus und Relativismus, die das Denken unserer Gesellschaft enorm prägen. Trotz aller Vernünfteleien und Hinterfragungen bleibt die Frage simpel, doch für viele Menschen unbeantwortet: Was ist Wahrheit?
In ihrer Bedeutung wird zwischen relativer Wahrheit (temporär, an Zeit gebunden) von absoluter Wahrheit (zeitlos) unterschieden. Wahrheit wird sachlich wie folgt definiert:
Was wahr ist, was Bestand hat; was wirklich der Fall ist, was zutrifft; von Sätzen: Gültigkeit, Korrektheit; von Aussagen: Unverfälschtheit, umfassende Natur. [1]
So wie Ewigkeit der Zeit übergeordnet ist, muss auch relative Wahrheit von absoluter Wahrheit abgeleitet werden. Denn temporäre Wahrheit vergeht und ist danach im Sinne des Wortes auch nicht mehr wahr.
Absolute Wahrheit setzt voraus, dass es nur eine Wahrheit gibt, welche ohne Ausnahme für jeden und alles gültig ist und bleibt. Wahrheit unterscheidet das Richtige vom Falschen, von Halbwahrheit, Irrtum und Lüge. Wahrheit steht weder durch die Bestätigung von Menschen, noch fällt sie durch ihre Leugnung.
Grundlegende Fragen
Gibt es Gott? Wer ist er denn? Woher komme ich? Wozu lebe ich? Was kommt nach dem Tod? Bohrende Fragen, über die sich schon jeder Gedanken gemacht hat. Und ziemlich grundlegend, denn die Antwort darauf bestimmt unsere Lebensweise.
Bei der Wahrheitsfrage über Gott, den Menschen und das Leben nach dem Tod vertreten ‚kluge Denker‘ die Ansicht, dass hier keine absolute Wahrheit existiere, da die Wahrheit von den jeweiligen Beobachtungen abhinge. Jede Überzeugung baue auf menschliche Lehren und Annahmen. Diese Ansicht trifft auch richtigerweise auf die Religionen zu. Deshalb können weder Religion noch Philosophien diese Fragen befriedigend beantworten. Können wir überhaupt eine Antwort finden? Ja, in der absoluten Wahrheit.
Jeder Mensch kam ohne Ausnahme aus demselben Ort hervor, nämlich aus dem Mutterleib. Und jeder Mensch ohne Ausnahme muss demselben Schicksal ins Auge sehen – dem Tod. Diese zwei Tatsachen gelten als absolut. Somit ist es logisch, dass die Fragen über die Herkunft und den Zustand des Menschen, seines Schöpfers und dem Jenseits nur durch absolute Wahrheit beantwortet werden können.
Kompetenz zur Definition
Wer aber definiert Wahrheit? Ein Mensch kann es nicht sein, denn er wird durch äussere Einflüsse beeinträchtigt. Dazu kommt noch, dass er durch seine bösartige Natur für solch eine Definition überhaupt nicht kompetent ist. Er ist nicht in der Lage, aus sich selbst heraus das Gute vom Bösen zu unterscheiden. Sonst müssten wir uns z.B. nicht mehr um Menschenrechte bemühen.
Wahrheit kann also nur von Gott selbst definiert werden. Jesus Christus sagte vor Pilatus: „Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis gebe.“ [2]
An einer anderen Stelle machte Jesus eine äusserst kühne Behauptung über sich selbst:
Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, ausser durch mich. [Johannes 14,6]
Betrachtet man das Leben Jesu ohne Vorbehalte und auf sorgfältiger Weise, kann man feststellen, dass seine Aussagen jeweils gewissenhaft und mit Autorität von seinen Lippen kamen. Christus wusste, wovon er sprach. Jesus Christus gründete weder eine Religion noch vermittelte er irgendeine Philosophie, sondern er zeugte ganz einfach von der Wahrheit. Von der Wahrheit über Gott, über uns Menschen und über unser ewiges Schicksal.
Wahrheit durchleuchtet jegliches Glaubensmuster des Menschen. Nur weil man etwas oder an etwas glaubt, ist es noch lange nicht wahr. Eine Glaubensansicht bestätigt weder die Wahrheit noch vermag sie sie zu zerstören. Es kommt darauf an, auf was sich Glauben gründet, entweder auf Wahrheit oder auf Lüge.
Die Antwort gefunden
Die Person und die Worte von Jesus Christus stellen seit 2000 Jahren einerseits die grösste Herausforderung, andererseits die grösste Hoffnung für die gesamte Menschheit dar. Denn er beantwortet unsere Frage ohne wenn und aber. Jesus Christus macht Wahrheit für den Menschen erfahrbar, zu etwas Handfestem. Durch sie können wir aus Hoffnungslosigkeit, Ängsten und Sinnlosigkeit herauskommen. Gottes Wahrheit setzt den Menschen frei und gibt ihm Sinn, Hoffnung und Frieden. Wer sonst könnte uns die Wahrheit besser vermitteln als derjenige, der die absolute Wahrheit verkörpert?
Somit stehen wir vor einer Entscheidung: entweder glauben wir den Worten Jesu oder wir glauben nicht. Es ist aber nicht klug, vorschnell in seinem Stolz die Worte Jesu verwerfen zu wollen, denn die Konsequenzen daraus werden ewig anhalten.
Jesus Christus hat das Alte Testament der Bibel bestätigt. Zusammen mit dem Neuen Testament haben wir die Bibel – das Wort Gottes. Es lehrt keine Religion und keine Philosophie. Das Evangelium zeigt uns die Wahrheit über unseren Schöpfer, über uns selbst und unseren Zustand vor Gott, über unser ewiges Schicksal und darüber, wie wir es ändern können. Es lohnt sich, mit Hinterfragen aufzuhören und in der Bibel die Antwort auf die simple Frage zu suchen: Was ist Wahrheit?
[1] siehe unter http://de.wiktionary.org/wiki/Wahrheit
[2] Johannes 18,37